Ho’oponopono + Reinigen + Frauen = Stress – Wie kommt das?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders Frauen mit dem Begriff "reinigen", der sehr durch den Prozess Ho'oponopono geprägt wurde, ihre Schwierigkeiten haben.

Und meine Erfahrung ist auch, dass wenn ich auf etwas mit Widerstand oder Unwillen reagiere, es in mir auch direkt einen wunden, vielleicht vergessenen Punkt berührt. Oft ist es ein Schmerz, den man in der Kindheit erlebt hat, oder ein Schmerz im Familiensystem, der über Generation weitergegeben wird. 

Bei mir war zum Beispiel der Begriff "putzen" lange Zeit negativ besetzt. Ich musste als Kind schon immer viel bei der Hausarbeit helfen. Wäsche vorwaschen, Gemüse putzen, Geschirr abspülen und wöchentlich meiner Mutter dabei helfen, das Haus zu putzen. Mit 12 habe ich das Haus dann alleine geputzt, denn meine Mutter hat seit meiner Geburt MS und so wurde sie bedingt durch ihre Krankheit immer schwächer. Im ersten Jahr meines Studiums bin ich sogar ein mal die Woche zu meinen Eltern gefahren, um ihr Haus zu putzen. Während meines Studiums und danach habe ich dann mit putzen mein Geld verdient. Danach hatte ich nicht für 5 Pfenning Lust, meine eigene Wohnung zu putzen. Und ich war sooooo genervt vom PUTZEN. Mein Gedanke damals war: Wann hört das denn endlich auf, und kann das nicht mal jemand anders machen… Ich durfte aufhören zu putzen, als ich dem "putzen" und all den putzenden Frauen in meiner Familie einen Platz in meinem Herzen gegeben habe. Ich war so wie sie und habe geputzt. Mit diesem innen Frieden haben sich plötzlich andere Verdienstquellen erschlossen und ich musste nicht mehr putzen. Wenn nun statt des Begriffes "reinigen" "putzen" sich etabliert hätte, dann wäre es mir vielleicht übel aufgestoßen, aber das wäre dann ein guter Grund, das in mir zu "putzen"  :)

Ich glaube, dass in der Frau durch das Wort "reinigen" auch ein anderer wunder Punkt berührt wird. Zumindest wird dieser in mir berührt … Es gibt so viel Verwirrung in unserer Gesellschaft und deren Spiegel, den Medien, wie eine Frau zu sein hat. Eine Frau kann nicht einfach das sein, was ihre Natur ist und Mädchen können sich und ihre Weiblichkeit nicht natürlich entdecken, sondern es gibt jede Menge diktierte Vorstellungen, die erfüllt werden müssen. Einer Frau wird suggeriert, dass sie erst dann wertvoll und attraktiv ist, wenn ihre Brüste eine bestimmte Form haben, ihr Beine eine bestimmte Länge haben, ihr Popo bestimmte Maße hat, ihr Gesicht bestimmte Proportionen … Und was mich noch mehr trifft, ist dass eine Frau nicht riechen darf, nicht bluten darf, nicht schmutzig sein darf. Am besten keinerlei Körperflüssigkeiten und wenn sie doch welche hat, dann hilft einem die Industrie, all das zu verbergen. Ein Deo für die Achselhöhle, ein Fussdeo, ein Intimspray, eine duftende Bodylotion … Und dann gibt es noch jede Menge Folterinstrumente, um all die peinlichen Haare zu entfernen … Das Bild der Frau in der westlichen Gesellschaft ist das einer keimfreien, lächelnden und sexuell lockenden Barbie, die jederzeit bereit ist, die Bedürfnisse anderer zu befriedigen. Und so glauben viele Frauen diesen "Vorbildern" in den Medien und versuchen, so zu sein. Versuchen, vor allem sauber und rein zu sein. So wurde ich auch erzogen, "rein" zu sein. So rein, dass ich von meiner Mutter verprügelt wurde, wenn ich Körperflüssigkeiten hatte … Diese Körperflüssigkeiten musste ich dann noch zu allem Überfluss per Hand aus der Wäsche waschen. 

Dazu kommt noch die sexuelle Ebene. In einer Zeit von Pornographie, Schönheitsoperationen, nackten oder halbnackten Frauen in der Werbung und einem keimfreien dünnen Frauenbild wird auch das sexuelle Empfinden der Frau verdreht.  Der weibliche Körper wird mißbraucht, um Werbung zu machen. Sei es nun für Bier, ein Auto, eine Zeitschrift oder einen DSL-Vertrag, es wird immer der Körper einer Frau oder ein Körperteil von ihr benutzt, um zu verkaufen. Und in einer ungenährten und vom spirituellen Bezug des Daseins abgespaltenen Gesellschaft funktioniert es. Sex sells! Darüberhinaus erleben so viele Mädchen und Frauen Mißbrauch. Dabei ist Mißbrauch durch Väter, Großväter, Onkel und gute Freunde der Familie fast an der Tagesordnung. Und die meisten Mädchen schweigen, verdrängen und vergessen sogar völlig. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Die meisten mißbrauchen Frauen fühlen sich schmutzig. Die einen entwickeln einen Waschzwang, andere werden zu Prostituierten, oder verhalten sich wie Prostituierte, oder gehen ins andere Extrem und vermeiden Sex.

Desweiteren leben wir in einer christlich geprägten Gesellschaft, die in der die Frau auch rein sein muss. Zwar wird vieles nicht mehr im täglichen Leben gelebt, wie die Keuschheit einer Frau, dennoch wirkt es im System. Tief in unseren Inneren haben wir die Überzeugung, wie Eva schmutzig und böse zu sein.

Und wenn nun ein spiritueller Prozess vom "Reinigen" spricht, so triggert dieses Wort all die Hilflosigkeit, den Schmerz und die Verwirrung, die da sind, und das Wort "Reinigen" erzeugt Stress, Widerwillen, Ärger. Verdrängen oder intellektuelle und pseudospirituele Argumentation sollen dann vom Schmerz ablenken. Dabei ist genau hier die Chance zur Heilung.

Worum geht es denn nun beim "Reinigen"? In der Essenz geht es um Liebe und Vergebung und darum zu sehen, dass ich der Schöpfer von all dem bin und kein Opfer. Es geht darum, all die "schlechten" Erinnerungen und Erfahrungen in der Kindheit zu lieben. Wurde man nun geschlagen, mißbraucht, vernachlässigt …. Ganz gleich, welche Erfahrung man gemacht hat, es geht darum all diese ungeliebten Anteile in uns zu lieben … Denn wenn wir nicht reinigen, lieben und vergeben, dann geht es immer weiter und wir erleben, was unsere Eltern Erlebt haben und unsere Kinder erleben, was wir erlebt haben. Je mehr wir reinigen, desto mehr gelangen wir in einen Zustand von "0" Erinnerungen, in dem uns die göttliche Inspiration fluten kann…

 

Mahalo & Aloha

Angelina Pau Hana

 

Ho'oponopono

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