Unerlöste Eltern-Kind-Beziehung

Wir alle haben Eltern :)

Und viele von uns, oder die meisten von uns, wie ich bisher beobachten konnte, haben auf die eine oder andere Weise Schwierigkeiten mit unseren Eltern.

Wie wirkt sich das im Leben aus?

Wir wachsen auf und erleben unsere Eltern auf eine bestimmte Art und Weise. Wir haben Bedürfnisse und unsere Eltern sind mehr oder weniger in der Lage diese zu erfüllen.

Das fängt schon im Bauch der Mutter an. Erleben wir sie als glücklich und in freudiger Erwartung der Geburt, was uns ein Gefühl von Geliebt- und Willkommensein gibt, oder ist sie eher angespannt, gestresst und ängstlich, so dass wir uns ungeliebt und verloren fühlen?

Dann schlüpfen wir in diese Welt und haben noch mehr Bedürfnisse. Dabei sind wir höchst auf unsere Bezugspersonen angewiesen.

Wir haben Hunger und weinen. Wie schaut uns die Mutter an? Liebevoll und in Vorfreude auf die innige Verbindung, die sie zutiefst beim Stillen ihres kleinen Engels genießt oder eher genervt, da sie alleine den Haushalt schmeißen muss und ihr zu allem Überfluss die Brustwarzen vom Stillen weh tun? Was bewirkt die eine oder andere Reaktion unsere Mutter in uns?

Wir wachsen und entdecken immer mehr die Welt. Wir strecken unsere Ärmchen aus und wollen alles entdecken und anfassen. So greifen wir im Vorbeigehen auf dem Arm der Mutter nach einer Vase, die zu Boden fällt und zerschellt. Wie reagiert sie nun? Lacht sie und lässt innerlich los, da sie weiß, dass alles vergänglich ist und freut sich an unserer Beweglichkeit oder schimpft sie mit uns, legt uns ab und wir verstehen die "Welt" nicht mehr, da wir noch nicht in der Lage sind, in Kategorien von "gut" und "böse" zu denken? Fühlen wir uns ungeliebt?

Wir reifen immer mehr, entdecken das "Ich", unser Körper wandelt sich und unsere Bedürfnisse. Wir wollen uns abgrenzen und "unser eigenes Ding" machen.

Wie reagieren da die Eltern? Sind sie noch verstrickt mit ihren Eltern und tragen die Wunden ihrer Kindheit in sich, so dass sie ihre Kinder bremsen und in eine bestimmte Richtung lenken oder sind sie mit sich und ihren Eltern im Reinen und können folgend ihrer Inspiration liebevoll auf ihre Kinder eingehen und ihnen zeigen, wie sie ihre Flügel benutzen können, um das Nest zu verlassen?

Auf diese Weise konstruieren wir uns nach und nach ein bestimmtes Bild von den Eltern und projizieren es meist unbewusst auf unsere Umwelt.

So ist die Welt oder Gott oder die Gesellschaft oder der Vater Staat meist ungerecht oder böse oder, oder … Alles innere Bilder unserer verletzten innerer Kinder, die sich nicht geliebt, nicht angenommen und gesehen gefüllt haben.
Wenn wir uns dessen bewusst werden, dass wir die Welt und unsere Mitmenschen nur so sehen, wie unser inneres Kind sich noch ungeliebt, verletzt und manipuliert fühlt, dann kann Heilung in unserer "Weltsicht" Fuß fassen. Erst wird es schmerzhaft, denn wir stülpen unseren inneren Schmerz nicht mehr nach außen und klagen, was andere alles falsch machen, sondern wir übernehmen Verantwortung für unsere Emotionen und unseren Schmerz. Wir sehen, dass wir uns im Außen nur deshalb schmerzhafte Erfahrungen erschaffen, da dieser Schmerz so sehr nach außen drängt, damit er endlich gesehen und geheilt werden kann.  Aus dieser Erkenntnis heraus kann Dankbarkeit folgen für den Mitmenschen, der uns vermeintlich verletzt, denn er spiegelt uns nur unseren eigenen Schmerz und hilft uns, zu heilen. Nun können wir uns dem Schmerz und unserem inneren Kind zuwenden und es endlich in Liebe annehmen …

So heilt der innere Schmerz und die Welt im außen wandelt sich auch, ganz von alleine und ohne viel vergebliche Anstrengung …

So kann derjenige, der einen anderen als "tyrannisch" ansieht, überprüfen, wen er schon vorher als tyrannisch erlebt hat … Wo ist die eigentliche Quelle dieses Schmerzes? Und wie verhält sich mein Gegenüber wirklich? Vielleicht begegnet mir in ihm Liebe getarnt als "tyrannisches Verhalten", das dazu dient, dass ich meinen Schmerz endlich annehme und heile …

Sei verbunden und frei ….

 

Mahalo & Aloha

 

Angelina Pau hana

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