Heilendes Knüpfen – oder: wie ein uruguayischer Schamane aus der geistigen Welt mit mir Kontakt aufgenommen hat …

Ich fühle mich gerade so gut, kraftvoll, zufrieden und könnte die ganze Welt umarmen :)

Wie das kommt? Lass mich einen kleinen Schlenker machen und dir die wichtige Vorgeschichte dazu erzählen …

Als wir letztes Jahr nach Uruguay gekommen sind, habe ich angefangen, Federn zu sammeln und hatte von Anfang an die Eingebung, dass ich etwas bauen soll … Etwa genau ein Jahr später, hat es mich gepackt und ich bekam die Durchsage, dass ich einen Stab bauen soll. Die dadurch frei werdende Energie, war so stark, dass ich ihr einfach folgen musste. Also habe ich mir den darauf folgenden Tag Zeit dafür genommen und einen Stab gebaut. Ich hatte kein genaues Bild, wie er aussehen sollte, aber das war nicht wichtig, denn ich war und fühlte mich zutiefst geführt. Der Stab hat sich wie von selbst zusammen gefügt. Es waren Bestandteile, die ich teils schon Jahre lang hatte, die ich kürzlich gekauft oder eben in der Natur gesammelt hatte. Am Abend um 23:30 war ich fertig und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich war völlig verliebt in meine Schöpfung … Ich wusste zwar noch nicht so recht, wie ich diesen Stab gebrauchen sollte, fühlte mich aber tief berührt und "voll" (ich benutze das Attribut "voll" gerne, wenn ich mich ganz, zufrieden, entspannt, glücklich und gefüllt mit Liebe und göttlicher Eingebung fühle :) ). Einige Tage später kam das Wissen in mein Bewusstsein, dass seit der Ankunft in Uruguay ein Schamane der Guarani, des Volkes das hier auf diesem Land lebte, bevor es Uruguay wurde, aus der geistigen Ebene mit mir Kontakt aufgenommen hatte. Er hat mich die ganze Zeit bei der Schöpfung dieses Stabes begleitet und angeleitet. Ich habe mit dem Stab auch schon ein paar mal gearbeitet, um mich selber zu heilen und um in einem Ritual den gebundenen Seelen der ermordeten Guarani einen Durchgang nach Hause zu öffnen. Zudem dient der Stab als Werkzeug beim Prozess "Heilung der Wurzeln", den ich entwickelt habe und anbiete. 

Vor ein paar Wochen waren wir auf der Tristan Narvaja Feria in Montevideo, einem riesigen Markt, auf dem man fast alles finden kann, was das Herz begehrt. Dort bin ich auf handgearbeiteten geknüpften Schmuck aufmerksam geworden, wodurch ich erneut eine Eingebung bekam:Ich soll für mich Gürtel, Ketten und weiteren geknüpften Schmuck zusammen mit bestimmten Samen aus dem brasilianischen Urwald selber knüpfen. Das hielt ich für eine etwas verrückte Idee, und die Widerstände in mir waren gewaltig. Dennoch habe ich über Lehrmaterial online geforscht, mir auch aus Deutschland ein Buch bestellt und angefangen, das Handwerk zu erlernen. Während ich nun da saß und knüpfte, kam in mir eine wüst schimpfende Stimme hoch, die mir vorwarf, dass ich meine Zeit vergeuden würde mit solch einem Firlefanz und ich doch lieber was vernünftiges machen und weiter an unseren Webseiten bauen sollte. Ich fühlte mich furchtbar. Zum einen spürte ich in mir diesen Drang, zu knüpfen und zum anderen war da diese laute Stimme in meinem Kopf, die geringschätzig als reine Zeitvergeudung abwertete. Ich fühlte mich zerrissen und wusste erst nicht, was ich machen sollte. Dann kam die Eingebung, all diese Gefühle einfach einzuknüpfen. Und so tat ich es. Doch die verächtliche Stimme hat auch das ins Lächerliche gezogen und mir lauter Sprüche um die Ohren gehauen. 

Ich habe trotzdem meiner Intuition vertraut und getan, was mir die Eingebung immer wieder sagte. Gestern kam nun endlich mein Buch über Makramee ( so wird diese Knüpftechnik bezeichnet) aus Deutschland. In der ersten sich bietenden freien halben Stunde habe ich mich gleich hingesetzt und mit der ersten Lektion begonnen. Da kam wieder wie aus dem Nichts die gleiche negative Stimme in meinen Kopf geschossen. Diese Stimme warf mir vor, dass ich mal wieder meine Zeit vergeuden und meinen Sohn vernachlässigen würde. Ich habe nicht lang diskutiert, sondern stattdessen all diese gehässigen, lieblosen Gedanken und Gefühle bewusst in meine Knüpfarbeit hineingegeben. Alles, was da an Vorwürfen, Hochmut und nieder schwingenden Gefühlen hochkam, habe ich fleißig geknüpft und geknüpft und geknüpft. Als ich fertig war, kam mir die Inspiration, das nun ganz bewusst zu verbrennen. Auch dem bin ich gefolgt und habe ein kleines Feuerritual gemacht. Als das Feuer erloschen war, fühlte ich mich erleichtert und mit jeder Minute ging es mir besser … :) In dem Moment wurde mir bewusst, dass mich der Geist des indianischen Schamanen auch hier inspiriert hatte … Ich bekam nun zudem die Anweisung, dieses bewusste Einknüpfen von Energien in meine Arbeit mit Klienten einzubinden …

Wir haben einen schönen und entspannten Abend in der Familie verbracht. Ich fühlte mich mit meinem Sohn verbunden und als ich ihn ins Bett brachte, ist er friedlich und leicht in meinem Arm eingeschlummert. Und wie ich in meinem ersten Satz oben schon beschrieben hatte, fühle ich mich gut, kraftvoll und bin dankbar, dass ich meiner Intuition und meinen Eingebungen gefolgt bin …

So wünsche ich auch dir, dass du deinen Eingebungen mutig folgen kannst, denn wir sind nicht allein und haben meist mehrere Helfer, die uns durch diese Inkarnation hier begleiten und uns bei unserer Entwicklung unterstützen …

 

Mahalo & Aloha

Angelina Pau Hana

 


Das ist das Buch, mit dem ich gerade arbeite. Wenn dich die Makrametechnik auch interessiert, findest du HIER das Buch.