Entspannt in der Anspannung – geht das?

Den heutigen Tag habe ich anfänglich als anstrengend erlebt. Manche Menschen und Dinge wollten nicht so, wie ich es wollte. Ich wurde ärgerlich. Meine Stimmung hat die Situation nicht verbessert, folglich wurde ich noch ungeduldiger und angespannter, bis ich alles und jeden durch eine schwarze Brille gesehen habe … Puh …


Kennst du das auch?


In solchen Gemütszuständen und Situationen fängt der Verstand an, zu kreisen. Nervosität und Ungeduld schleich sich ein und gewinnen an Intensität, je schlimmer eine Situation zu werden scheint und je mehr sich das Gegenüber „unangemessen“ verhält. Die Nervosität zeigt ihre verschiedenen Facetten: Nägelkauen, sich kratzen, Bein auf und abwippen, Filme und Dialoge mit dem Gegenüber im Kopf, mit den Fingern auf den Tisch trommeln, Augen rollen, Explosion weiterer Gefühle, Hilflosigkeit und Überheblichkeit, die Ping Pong mit einander spielen, und so weiter …

Die perfekte Inkarnation des Eichhörnchens in „Ice Age 😉

All diesen Ausdrücken von Gereiztheit und Nervosität gleich ist die Anspannung im Körper. Je mehr sich der Verstand verkrampft, desto mehr verspannt sich der Körper und je mehr sich der Körper verspannt, desto mehr „Futter“ hat der Verstand …

Doch wird die Situation davon besser oder verhält sich mein Gegenüber anders?

Meine Erfahrung ist, dass weder das eine noch das andere passiert … Im Gegenteil …


Was tun?


Ich tat folgendes:

Für einen Augenblick habe ich inne gehalten und in meinen Körper hineingespürt. Ich konnte mein Gesicht wahrnehmen, wie es wilde Grimmasen zog, wie ich die Zähne zusammen biss und mein Körper immer mehr versteinerte … Ich habe ausgeatmet und bewusst meinen Körper entspannt. Die Grimasse verzog sich, die Schultern fielen herab, das verkrampfte Gebiss lockerte sich … und je mehr ich einzelne Körperteile entspannte, umso mehr wirkte sich das auf den restlichen Körper aus und AUCH auf meine Laune! Ich konnte die Situation anders sehen, Zusammenhänge und Hintergründe, die mir vorher nicht klar waren. Auch meinem Gegenüber war ich wohlwollender gesonnen und siehe da … das Gegenüber hat sich wie durch Zauberhand anders verhalten… Sogar so, wie ich es schon die ganze Zeit wollte … Magie?!

Ja und nein, jedes bewusste Erkennen ist magisch :)
Ich habe meine Schwingung verändert, und so hat sich die Situation und zugleich meine Wahrnehmung der Situation gewandelt.

Das habe ich den restlichen Tag über weiter gemacht.

Jedes mal, wenn eine dunkle Wolke meinen Horizont verfinsterte, habe ich ausgeatmet und meinen Körper entspannt … Ich hatte einen schönen Tag! :)

Manchmal vergesse ich, wer ich wirklich bin … Der Schöpfer allen Seins … Und glaube den Gedanken und gebe ihnen Macht … Gedanken sind ein Instrument der Schöpfung, also wieso sie nicht in einem Sinne schöpferisch anwenden, dass sie mir und den anderen dienen … :)

Mahalo & Aloha


Angelina Pau hana

 

Sich einfach entspannen

Unerlöste Eltern-Kind-Beziehung

Wir alle haben Eltern :)

Und viele von uns, oder die meisten von uns, wie ich bisher beobachten konnte, haben auf die eine oder andere Weise Schwierigkeiten mit unseren Eltern.

Wie wirkt sich das im Leben aus?

Wir wachsen auf und erleben unsere Eltern auf eine bestimmte Art und Weise. Wir haben Bedürfnisse und unsere Eltern sind mehr oder weniger in der Lage diese zu erfüllen.

Das fängt schon im Bauch der Mutter an. Erleben wir sie als glücklich und in freudiger Erwartung der Geburt, was uns ein Gefühl von Geliebt- und Willkommensein gibt, oder ist sie eher angespannt, gestresst und ängstlich, so dass wir uns ungeliebt und verloren fühlen?

Dann schlüpfen wir in diese Welt und haben noch mehr Bedürfnisse. Dabei sind wir höchst auf unsere Bezugspersonen angewiesen.

Wir haben Hunger und weinen. Wie schaut uns die Mutter an? Liebevoll und in Vorfreude auf die innige Verbindung, die sie zutiefst beim Stillen ihres kleinen Engels genießt oder eher genervt, da sie alleine den Haushalt schmeißen muss und ihr zu allem Überfluss die Brustwarzen vom Stillen weh tun? Was bewirkt die eine oder andere Reaktion unsere Mutter in uns?

Wir wachsen und entdecken immer mehr die Welt. Wir strecken unsere Ärmchen aus und wollen alles entdecken und anfassen. So greifen wir im Vorbeigehen auf dem Arm der Mutter nach einer Vase, die zu Boden fällt und zerschellt. Wie reagiert sie nun? Lacht sie und lässt innerlich los, da sie weiß, dass alles vergänglich ist und freut sich an unserer Beweglichkeit oder schimpft sie mit uns, legt uns ab und wir verstehen die "Welt" nicht mehr, da wir noch nicht in der Lage sind, in Kategorien von "gut" und "böse" zu denken? Fühlen wir uns ungeliebt?

Wir reifen immer mehr, entdecken das "Ich", unser Körper wandelt sich und unsere Bedürfnisse. Wir wollen uns abgrenzen und "unser eigenes Ding" machen.

Wie reagieren da die Eltern? Sind sie noch verstrickt mit ihren Eltern und tragen die Wunden ihrer Kindheit in sich, so dass sie ihre Kinder bremsen und in eine bestimmte Richtung lenken oder sind sie mit sich und ihren Eltern im Reinen und können folgend ihrer Inspiration liebevoll auf ihre Kinder eingehen und ihnen zeigen, wie sie ihre Flügel benutzen können, um das Nest zu verlassen?

Auf diese Weise konstruieren wir uns nach und nach ein bestimmtes Bild von den Eltern und projizieren es meist unbewusst auf unsere Umwelt.

So ist die Welt oder Gott oder die Gesellschaft oder der Vater Staat meist ungerecht oder böse oder, oder … Alles innere Bilder unserer verletzten innerer Kinder, die sich nicht geliebt, nicht angenommen und gesehen gefüllt haben.
Wenn wir uns dessen bewusst werden, dass wir die Welt und unsere Mitmenschen nur so sehen, wie unser inneres Kind sich noch ungeliebt, verletzt und manipuliert fühlt, dann kann Heilung in unserer "Weltsicht" Fuß fassen. Erst wird es schmerzhaft, denn wir stülpen unseren inneren Schmerz nicht mehr nach außen und klagen, was andere alles falsch machen, sondern wir übernehmen Verantwortung für unsere Emotionen und unseren Schmerz. Wir sehen, dass wir uns im Außen nur deshalb schmerzhafte Erfahrungen erschaffen, da dieser Schmerz so sehr nach außen drängt, damit er endlich gesehen und geheilt werden kann.  Aus dieser Erkenntnis heraus kann Dankbarkeit folgen für den Mitmenschen, der uns vermeintlich verletzt, denn er spiegelt uns nur unseren eigenen Schmerz und hilft uns, zu heilen. Nun können wir uns dem Schmerz und unserem inneren Kind zuwenden und es endlich in Liebe annehmen …

So heilt der innere Schmerz und die Welt im außen wandelt sich auch, ganz von alleine und ohne viel vergebliche Anstrengung …

So kann derjenige, der einen anderen als "tyrannisch" ansieht, überprüfen, wen er schon vorher als tyrannisch erlebt hat … Wo ist die eigentliche Quelle dieses Schmerzes? Und wie verhält sich mein Gegenüber wirklich? Vielleicht begegnet mir in ihm Liebe getarnt als "tyrannisches Verhalten", das dazu dient, dass ich meinen Schmerz endlich annehme und heile …

Sei verbunden und frei ….

 

Mahalo & Aloha

 

Angelina Pau hana

Wozu bin ich hier?

 

Hast du dir diese Frage auch schon ein mal gestellt?

Je mehr ich reinige und erkenne, wer ich bin, desto klarer wird es für mich:

um Liebe und Schönheit in allem zu sehen und zu erfahren…

Es gibt keine Trennung.

Ich bin ein Teil von allem und alles ist ein Teil von mir.

Auch wenn es für den Verstand schwierig erscheint, zu lieben, was er als schlimm bezeichnet, so ist Liebe die einzige Sicht darauf, um es zu erlösen und nach hause gehen zu lassen.

Ich lade dich ein, jetzt gleich hier etwas auszuprobieren, wenn du es möchtest:

Denke an etwas, was du in diesem Moment als “schlimm” empfindest …

 

 

Und nun lächle, schau es freundlich an und sage “Danke” …

Lass es wirken …

Es wird dir Heilung schenken …

Solltest du nicht in der Lage sein, ein „Danke“ zu sagen, hadere nicht mit dir, und sag „Danke“ zu genau diesem Teil und schaue freundlich auf ihn …

Sollte es in dir Widerstände geben und es erweckt in dir Empörung, dich für das zu bedanken, was man dir schlimmes angetan hat, sei dir dessen bewusst, dass du den gleichen Schmerz auf die eine oder andere Weise jemand anderem zufügen wirst …

Lasse diesen letzten Satz einen Moment wirken …

Und, habe Mitgefühl mit dir …

Als ich mich für den Mißbrauch, den ich als Kind und Jugendliche erfahren habe, zum ersten Mal bedanken konnte, hat sich etwas tief in mir entspannt und Heilung konnte in meiner Seele Fuß fassen …

Solltest du statt Dankbarkeit Wut, Hass oder Verzweiflung spüren, dann probiere aus, trotzdem “Danke“ zu sagen …

Du musst es nicht spüren…

Alles hat eine Schwingung und so auch das Wort „Danke“. Je öfter du es wiederholst desto mehr reinigt es mit den schmerzhaften Erinnerungen und umso mehr Liebe kann in deinem Leben und in deinem Wirken einkehren …

 

Dankbarkeit und Liebe erlösen Verstrickungen und machen uns verbunden und frei …

Verbunden und frei kannst du deinem Weg folgen …

 

Mahalo & Aloha

 

Angelina Pau hana