Auf den Spuren der Schlange des Lichts – oder: Die Erdkundalini und ihr neues Zuhause führen uns nach Bolivien

Seit ich denken kann, wollte ich schon immer reisen und Südamerika stand ganz oben auf meiner Reisewunschliste. Als Alexander und ich uns kennengelernt haben, waren wir uns einig, dass wir früher oder später isn Ausland gehen wollten und etwa 4 Jahre später kurz vor der Geburt unseres Sohnes haben wir uns den Wunsch erfüllt. Das Leben hat uns Türen geöffnet und Wege geebnet, so dass wir nach Uruguay gegangen sind. Kurz bevor wir nach Urguay gegangen sind, ist mir das Buch "Die Schlange des Lichts – Jenseits von 2012. Das Erwecken der Erd-Kundalini und das Erwachen des weiblichen Lichts" von Drunvalo Melchizedek in die Hände gefallen.Seine Reise an heilige indigene Stätten der Erde und seine Hingabe an Mutter Erde haben mich tief berührt. Er hat heilsame Rituale an heiligen Pyramiden und Orten durgeführt, damit das Bewußtsein aller Wesen auf der Erde auf die nächste Stufe steigen kann und um der Erdkundalini zu helfen, ihr neues Zuhause für die nächsten 13000 Jahre zu finden. Die letzten 13000 Jahre hatte sich die Erdkundalini in Tibet  niedergelassen und die Konsequenz war, dass in Tibet und Indien viel spirituelles Wachstum stattfand und von dort viele erleuchtete Lehrer hervorgingen. Die letzten 13000 Jahre waren ein Zyklus, in dem die männliche Energie im Vordergrund stand, doch mit der Wanderung der Erdkundalini und ihrem neuen Zuhause im Norden Chiles in Südamerika geht es im kommenden Zyklus um die Entfaltung der weiblichen Weisheit und Kraft. Nach der Lektüre des Buches fühlte ich mich in unseren Plänen nach Südamerika zu gehen geführt. In Uruguay ist viel Heilung für mich und viel Wachstum passiert:

Ich habe meine Ernährung  komplett auf fast vegan umgestellt, ich habe einen wunderbaren Sohn zuhause ohne Medikamente geboren, ich habe eine Anleitung für einen Dimensionsschlüssel bekommen, ich habe mich an meine Herkunft als Walkin erinnert und an viele Inkarnationen des Körper-Geist-Systems, die zugleich heilen durften, ich habe für meine Beziehung neue heilende Impulse bekommen und es gab neue Begegnungen des Herzens, ich habe begonnen, auf meine innere Führung zu vertrauen und bin unter anderem zu den Iguazu Wasserfällen in Argentinien gefahren, ich habe ein Ufo gesehen und es ist zu einem Kontakt mit den Menschen aus der hohlen Erde gekommen, ich habe gelernt, wie man gebundene Seelen nach Hause schickt und wie man heilsame Rituale macht, ich habe eine so tiefe Glückseligkeit in meinem Herzen erfahren, die mich zutiefst erfüllt hat, ich habe mich auf körperliche, geistige und seelische Heilung eingelassen und viele Heiler wurden mir gesandt, die mich dabei unterstützten, jede Menge Schmetterlinge, Marienkäfer und Glühwürmchen saßen auf mir drauf :), ich habe einem kleinen Käfer tief in seine Augen gesehen und war zutiefst berüht, und und und …

Die letzten eineinhalb Jahre waren so tief und so voller Fülle und Heilung, wie nie zuvor in meinem Leben. Und nun hat das Leben uns wieder eine Tür geöffnet. Wir sind kurzentschlossen nach Bolivien gegangen und unser Weg war so voller Segen und alles hat sich harmonisch und friedlich entfaltet. 

Unser Ziel war es vor dem 09. März 2011 in Sucre, in Bolivien, anzukommen, da mit diesem Datum ein neuer und letzter Zyklus im Mayakalender beginnt, der die spirituelle Entwicklung beschleunigen wird. Alle 18 Tage bis Ende Oktober 2011 besteht nun die Möglichkeit auf eine neue Entwicklungsstufe zu gelangen, WENN man sich darauf ein lässt. Das bedeutet, losläßt von seinen Vorstellungen von sich und der Welt und sich völlig dem HIer und Jetzt hingibt … Wenn man vom Kopf in sein Herz fällt und beginnt daraus zu leben. In meinem Erleben ist es nicht immer einfach sich auf die Führung des Herzens einzulassen, denn wir sind es gewohnt vom Kopf bestimmt zu werden. Doch es lohnt sich. Je mehr ich mit Ho'oponopono nach Dr. Ihaleakalah Hew Len reinige und schmerzhafte Erinnerungen nach Hause gehen können, desto einfacher ist es, ins Herz zu fallen und sich führen zu lassen. Und je mehr ich mich auf mein Herz einlasse, desto mehr gelangen die Innen- und Außenwelt in Einklang und ich erlebe, dass für mich tatsächlich gesorgt ist und ich unendlich geliebt werde. 

Als wir bei den Iguazuwasserfällen waren, haben mir die Menschen aus der hohlen Erde den Tipp gegeben, "mit dem Herzen zu atmen". Erst hat mein Verstand blockiert und konnte nichts damit anfangen, aber das war nicht wichtig, ich habe es einfach gemacht und fühlte mich sehr weit und leicht. Bei einer späteren Lektüre des Buches "Aus dem Herzen leben" ebenfalls von Drunvalo Melchizedek ist mir das "mit dem Herzen atmen" erneut begegnet und ich fühlte mich bestättigt indem, was ich zovor schon erlebt hatte. Ich kam für mich zu dem Schluss, dass aus dem Herzen zu leben der einzige Weg ist, um wirklich glücklich und heil zu werden und um zu erkennen, wer ich wirklich bin jenseits von Gefühlen, Gedanken und dem Körper …

Ich lade dich ein, in dein Herz zu lauschen und dich daraus in deinem Alltag führen zu lassen … Es wird Wunder in dein Leben ziehen und du wirst erkennen, was deine Aufgabe ist und wer du wirklich bist …    

Im folgenden sind ein paar Eindrücke unserer Reise nach Bolivien über Uruguay und Argentinien:

Ein vorerst letzter Blick auf die Küste in Uruguay …

Von Meeresspiegelhöhe in Uruguay geht es in Argentinien immer höher in bergige Regionen, die von samtigen Wolken geküsst werden …

Die Vielfalt der Landschaft im Norden von Argentinien war berührend und am liebsten hätte ich alle paar Minuten angehalten, um ein Foto zu machen … Doch durch die meisten Landschaften zog sich das Bild riesiger Kakteen …

Die ersten schneebedeckten Gipfel lassen unsere Herzen frohlocken …

Inspiriert von der atemberaubenden Landschaft haben Alexander und ich hier jeweils ein Video gemacht … Ich fühlte mich eins mit Mutter Erde und frohen Herzens … Und, es war seeehr kalt, nachdem wir nur wenige Kilometer vorher in Argentinien an Temperaturen über 30° gewühnt waren …

Wir wurden vor dem Grenzübergang von Argentinien nach Bolivien zwischen La Quiaca und Villazon und dem dort herrschenden Chaos gewarnt … Wir haben gereinigt und es lief alles schnell und reibungslos ab … Wir waren Zeugen, wie die Natur auf unsere Reinigung mit einem wunderschönen Regenbogen, der die beiden willkürlichen Grenzen verband, reagierte …

Wir sind in Bolivien …

Erschöpft von einer unruhigen Nacht ( es war zu dem Zeitpunkt Karneval in Argentinien und später auch in Bolivien) und der langen Fahrt, aber glücklich …

 

Karneval in Tupiza, einer kleinen aber angenehmen Stadt in Bolivien …

Freude über eine Pause  – die Straßen in Bolivien sind abenteuerlich – und den wunderschönen Ausblick …

Unser kleiner Sohn und ich …

Eine der vielfältigen Landschaften in Bolivien … Wir sind berührt …

 

Mahalo & Aloha

 

Angelina Pau Hana

Zurück von den Iguazu Wasserfällen, oder: Eine spirituelle Reise, die kein Ende nimmt

Nach 32 Tagen on the road sind wir nun wieder zuhause in Uruguay. Welch eine Freude … Wieder baden im Mehr, selbstgebackenes frisches Vollkornbrot gänzlich ohne Weißmehl und OHNE Zucker (das ist in Südamerika eine Rarität … ), kuscheln mit unseren Kätzchen, lecker selbstgemachtes Essen (warmes Essen in Argentinien, das vegan UND lecker war, war schwer zu finden … ), schnelles und funktionierendes Internet … Und nicht zu vergessen, das eigene bequeme Bett …  

Wir sind nach wie vor voller lebendiger Eindrücke von der Reise und der reinigenden Kraft der Iguazu Wasserfälle … Die spirituelle Reise hat in uns Energien freigesetzt, vorhandene Baustellen fertigzustellen und in uns neue Ziele und neue Inspirationen geschenkt. Und die spirituelle Reise geht weiter. Wohin? Je mehr wir uns auf das HIER und JETZT einlassen, erkennen wer wir WIRKLICH sind und stetig mit Ho'oponopono nach Dr. Ihaleakala Hew Len weitereinigen, desto mehr erleben wir wundersame Führung in unserem Leben, der wir immer mutiger folgen … Jedes Leben ist eine spirituelle Reise, die selbst über den Tod hinaus geht … Und mein Erleben ist, dass je mehr ich reinige und mich erinnere, wer ich wirklich bin, ich mehr durch mein Wirken dem göttlichen dienen kann und darin Erfüllung finde … Danke für jede Erfahrung, die ich machen durfte …  Danke für jeden Schmerz und jede Freude, die ich erfahren durfte … Danke für die Seelenbegegnungen … Danke für die Fülle der Schöpfung, die ich lerne immer mehr in mir zu bejahen und anzunehmen … Danke, dass ICH BIN …

Über die vielen freudigen Feedbacks zu meinen Artikeln und zu meinen Fotos habe ich mich sehr gefreut und als Dankeschön dafür, gibt es hier nun noch ein paar weitere Eindrücke aus Iguazu :

Ein Regenbogen über dem Wasserfall. Es gab sehr viele Regenbögen bei den Iguazu Wasserfällen. Ich durfte sogar einen doppelten Regenbogen mit seinem Anfang und seinem Ende bestaunen und mit einem Boot unten durch fahren …

Ein Tukan, der die Aufmerksamkeit der Besucher des Nationalparkes sichtlich genoß. Er verweilte eine geraume Zeit und zeigte seine farbenfrohe Schönheit von allen Seiten.

Eine Coatí Mutter mit ihrem Jungen, das von ihrer Schleckerei gänzlich dahinschmolz und einschlief …

Das Fallen des Wasser hat jede Menge winzigste Wassertropfen erzeugt, die uns in der Hitze Kühlung schenkten

Schmetterlinge gab es in rauen Mengen und in wunderschönen Farben und Größen 

Ein kleiner neugieriger Besucher in unserem Hotelzimmer 

Wasser …

Das sind die Ausläufer der Garganta del Diabolo auf der argentinischen Seite. Ich durfte mit einem Boot direkt unter den Fluten fallenden Wassers stehen … Ohne Worte … Nur Frieden und Glück …

Wasserfälle und Orbs

 

Mahalo & Aloha

 

Angelina Pau Hana

Iguazu Wasserfälle, oder : Die Wetterhexe

Direkt einen Tag nach unserer Ankunft in Puerto Iguazu sind wir zu den Iguazu Wasserfällen gefahren. Je näher wir kamen, desto aufgeregter war ich. Wir haben uns erstmal mit Wasser eingedeckt, denn es ist heiß, heiß und nochmal heiß. Ich habe geschwitzt, wie ich es sonst nur aus der Sauna kenne. Das Wasser lief nur so von den Schläfen und den Rücken herunter. Mir war es einfach zu heiß für die Erkundung der Wasserfälle und ich bat um ein angenehmeres Klima, damit wir uns nicht gleich alle einen Sonnenbrand holen. Es hat funktioniert! Einige Minuten später kam ein laues Lüftchen und der Himmel zog sich etwas zu. Nach Eintritt in den Nationalpark haben die Männer als erstes schon mal die Lage gecheckt: 

Alexander und unser kleiner Naturbursche beim Studieren der Karte des Nationalparks Iguazu

Beim ersten Besuch haben wir uns auf direktem Wege zur Garganta del Diabolo begeben, dem berühmtesten Teil der Iguazu Wasserfälle. Und wieder, je näher ich kam desto mehr begann jede Zelle meines Körpers zu vibrieren. Auf dem Weg zur Garganta del Diabolo hat sich ein kleiner Passagier auf Alexanders Hand nieder gelassen und hat seine Haut nach Wassertropfen abgesucht, da er bei der Hitze wohl mächtig viel Durst hatte:

Ein Schmetterling auf Alexanders Arm

Die Aufregung stieg weiter und trotz des Gewichtes von 16 Kilo, das ich im Tragetuch bei mir hatte, fühlte ich mich beschwingt, leicht und voller Kraft. Das Rauschen des fallenden Wassers wurde immer lauter und als wir endlich am Aussichtspunkt angekommen waren, konnte ich nicht umhin als einen "Freudenschrei" auszustoßen! :)

Und das war unser atemberaubender Ausblick:

Garganta del Diabolo – Blick von oben

Garganta del Diabolo – Blick auf die brasilianische Seite

Garganta del Diabolo – Blick von Argentinien

Alexanders kleiner Passagier ist immer noch dabei und bewundert mit uns den gigantischen Ausblick

Die Größe und Schönheit der Garganta del Diabolo ist schwierig mit Worten und Bildern zu erfassen. Auch die Gefühle und körperlichen Empfindungen, die ich als sehr intensiv und reinigend empfunden habe, vermag ich nicht adäquat zu beschreiben. Denn ein "wunderschön" oder "riesig" ist nicht ausreichend. In Anbetracht der Größe der Wasserfälle fehlen mir die Worte… Was bleibt, ist tiefe Freude, Staunen über die Schöpfung und ein berührtes Lächeln im Gesicht …

Ich habe schon öfter in meinem Leben, die Erfahrung gemacht, dass ich "Wetter machen" kann und diese Erfahrung bei den Iguazu Wasserfällen hat mich noch tiefer in dieser Erfahrung bestättigt. Unsere Haushaltshilfe und viele Menschen in Uruguay haben schon lange vor Beginn des Sommers gemeint, dass der kommende Sommer brütend heiß wird. Nun wir haben gereinigt und das Wetter war sehr angenehm. Viele waren verwundert, dass es nicht brütend heiß wurde, wie es alle prophezeit hatten. Die darauf folgenden Tage in Iguazu habe ich das "Wettermachen" immer wieder ausprobiert und es hat meistens funktioniert. Es hat nicht funktioniert, sobald sich der Verstand eingeschaltet hat und meinte, er "müsste etwas tun" oder wenn er Zweifel hatte. Wenn ich es einfach geschehen hab lassen, so ist es auch geschehen :)

In meinem Erleben "macht" der Mensch jeden Moment das Wetter. denn es ist wie alles andere ein Spiegel seines Befindens. Sei es nun das "alltägliche" Wetter oder größere Naturgeschehen, wie Fluten, Trockenheit oder Hurrikans: Alles zeigt uns, wie es in uns aussieht. 

Ich lade dich ein die "Wetterhexe" oder den "Wetterhexer" in dir zu entdecken und folgendes in dir auszuprobieren:

Wenn dir das nächste mal das "Wetter draußen" nicht zusagt, weil es zum Beispiel ein ungemütliches Unwetter gibt, dann liebe das Ungemütliche und das Unwetter in dir, das Gewitter und den Regen. Sollte es heiß sein, dann liebe die HItze in dir und spüre in deinen Solarplexus hinein … Wie fühlt er sich an? Und wenn es eiskalt draußen ist, wie fühlt sich in dir das "Wetter drinnen" an? Und dann schau, was das für einen Einfluss auf das Wetter draußen?

Ich freue mich, wenn du Lust hast, mir hier als Kommentar von deinen Erfahrungen zu berichten …

Zum Abschluss kommt mir eben noch ein Gedanke: Es gibt viele Menschen, die auch im Zusammenhang mit 2012 viele Dinge vorhersehen, vor allem Katastrophen, Kriege, "Probleme" … Doch wie klar und bewusst sind diese Menschen, in dem Moment dieser Vision? Vielleicht sind die inneren Bilder, die sie bekommen, ein Ausdruck ihrer inneren Katastrophen und Kriege, die ihnen aus Gnade in den "Visionen" gezeigt werden als Chance, damit zu reinigen und sie zu heilen …

Mahalo & Aloha

 

Angelina Pau Hana

Ein kleiner Schmetterling, der seinen Durst auf meiner Wange stillen wollte :)

Ho’oponopono + Reinigen + Frauen = Stress – Wie kommt das?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders Frauen mit dem Begriff "reinigen", der sehr durch den Prozess Ho'oponopono geprägt wurde, ihre Schwierigkeiten haben.

Und meine Erfahrung ist auch, dass wenn ich auf etwas mit Widerstand oder Unwillen reagiere, es in mir auch direkt einen wunden, vielleicht vergessenen Punkt berührt. Oft ist es ein Schmerz, den man in der Kindheit erlebt hat, oder ein Schmerz im Familiensystem, der über Generation weitergegeben wird. 

Bei mir war zum Beispiel der Begriff "putzen" lange Zeit negativ besetzt. Ich musste als Kind schon immer viel bei der Hausarbeit helfen. Wäsche vorwaschen, Gemüse putzen, Geschirr abspülen und wöchentlich meiner Mutter dabei helfen, das Haus zu putzen. Mit 12 habe ich das Haus dann alleine geputzt, denn meine Mutter hat seit meiner Geburt MS und so wurde sie bedingt durch ihre Krankheit immer schwächer. Im ersten Jahr meines Studiums bin ich sogar ein mal die Woche zu meinen Eltern gefahren, um ihr Haus zu putzen. Während meines Studiums und danach habe ich dann mit putzen mein Geld verdient. Danach hatte ich nicht für 5 Pfenning Lust, meine eigene Wohnung zu putzen. Und ich war sooooo genervt vom PUTZEN. Mein Gedanke damals war: Wann hört das denn endlich auf, und kann das nicht mal jemand anders machen… Ich durfte aufhören zu putzen, als ich dem "putzen" und all den putzenden Frauen in meiner Familie einen Platz in meinem Herzen gegeben habe. Ich war so wie sie und habe geputzt. Mit diesem innen Frieden haben sich plötzlich andere Verdienstquellen erschlossen und ich musste nicht mehr putzen. Wenn nun statt des Begriffes "reinigen" "putzen" sich etabliert hätte, dann wäre es mir vielleicht übel aufgestoßen, aber das wäre dann ein guter Grund, das in mir zu "putzen"  :)

Ich glaube, dass in der Frau durch das Wort "reinigen" auch ein anderer wunder Punkt berührt wird. Zumindest wird dieser in mir berührt … Es gibt so viel Verwirrung in unserer Gesellschaft und deren Spiegel, den Medien, wie eine Frau zu sein hat. Eine Frau kann nicht einfach das sein, was ihre Natur ist und Mädchen können sich und ihre Weiblichkeit nicht natürlich entdecken, sondern es gibt jede Menge diktierte Vorstellungen, die erfüllt werden müssen. Einer Frau wird suggeriert, dass sie erst dann wertvoll und attraktiv ist, wenn ihre Brüste eine bestimmte Form haben, ihr Beine eine bestimmte Länge haben, ihr Popo bestimmte Maße hat, ihr Gesicht bestimmte Proportionen … Und was mich noch mehr trifft, ist dass eine Frau nicht riechen darf, nicht bluten darf, nicht schmutzig sein darf. Am besten keinerlei Körperflüssigkeiten und wenn sie doch welche hat, dann hilft einem die Industrie, all das zu verbergen. Ein Deo für die Achselhöhle, ein Fussdeo, ein Intimspray, eine duftende Bodylotion … Und dann gibt es noch jede Menge Folterinstrumente, um all die peinlichen Haare zu entfernen … Das Bild der Frau in der westlichen Gesellschaft ist das einer keimfreien, lächelnden und sexuell lockenden Barbie, die jederzeit bereit ist, die Bedürfnisse anderer zu befriedigen. Und so glauben viele Frauen diesen "Vorbildern" in den Medien und versuchen, so zu sein. Versuchen, vor allem sauber und rein zu sein. So wurde ich auch erzogen, "rein" zu sein. So rein, dass ich von meiner Mutter verprügelt wurde, wenn ich Körperflüssigkeiten hatte … Diese Körperflüssigkeiten musste ich dann noch zu allem Überfluss per Hand aus der Wäsche waschen. 

Dazu kommt noch die sexuelle Ebene. In einer Zeit von Pornographie, Schönheitsoperationen, nackten oder halbnackten Frauen in der Werbung und einem keimfreien dünnen Frauenbild wird auch das sexuelle Empfinden der Frau verdreht.  Der weibliche Körper wird mißbraucht, um Werbung zu machen. Sei es nun für Bier, ein Auto, eine Zeitschrift oder einen DSL-Vertrag, es wird immer der Körper einer Frau oder ein Körperteil von ihr benutzt, um zu verkaufen. Und in einer ungenährten und vom spirituellen Bezug des Daseins abgespaltenen Gesellschaft funktioniert es. Sex sells! Darüberhinaus erleben so viele Mädchen und Frauen Mißbrauch. Dabei ist Mißbrauch durch Väter, Großväter, Onkel und gute Freunde der Familie fast an der Tagesordnung. Und die meisten Mädchen schweigen, verdrängen und vergessen sogar völlig. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Die meisten mißbrauchen Frauen fühlen sich schmutzig. Die einen entwickeln einen Waschzwang, andere werden zu Prostituierten, oder verhalten sich wie Prostituierte, oder gehen ins andere Extrem und vermeiden Sex.

Desweiteren leben wir in einer christlich geprägten Gesellschaft, die in der die Frau auch rein sein muss. Zwar wird vieles nicht mehr im täglichen Leben gelebt, wie die Keuschheit einer Frau, dennoch wirkt es im System. Tief in unseren Inneren haben wir die Überzeugung, wie Eva schmutzig und böse zu sein.

Und wenn nun ein spiritueller Prozess vom "Reinigen" spricht, so triggert dieses Wort all die Hilflosigkeit, den Schmerz und die Verwirrung, die da sind, und das Wort "Reinigen" erzeugt Stress, Widerwillen, Ärger. Verdrängen oder intellektuelle und pseudospirituele Argumentation sollen dann vom Schmerz ablenken. Dabei ist genau hier die Chance zur Heilung.

Worum geht es denn nun beim "Reinigen"? In der Essenz geht es um Liebe und Vergebung und darum zu sehen, dass ich der Schöpfer von all dem bin und kein Opfer. Es geht darum, all die "schlechten" Erinnerungen und Erfahrungen in der Kindheit zu lieben. Wurde man nun geschlagen, mißbraucht, vernachlässigt …. Ganz gleich, welche Erfahrung man gemacht hat, es geht darum all diese ungeliebten Anteile in uns zu lieben … Denn wenn wir nicht reinigen, lieben und vergeben, dann geht es immer weiter und wir erleben, was unsere Eltern Erlebt haben und unsere Kinder erleben, was wir erlebt haben. Je mehr wir reinigen, desto mehr gelangen wir in einen Zustand von "0" Erinnerungen, in dem uns die göttliche Inspiration fluten kann…

 

Mahalo & Aloha

Angelina Pau Hana

 

Ho'oponopono